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Essen und Trinken

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Hamburgs reich gedeckte Tafel lädt ein

Es wird wohl niemanden verwundern, dass die Hamburger Küche seit jeher von den reichen Fängen aus Elbe und Nordsee geprägt wurde. Satt sind die Hamburger auch durch die täglichen Gemüselieferungen aus Vierlanden geworden und im Alten Land reifte das Obst für eine gesunde und abwechslungsreiche Küche der Hansestädter. Bis Wilhelmsburg industrialisiert wurde, lag hier die “Milchinsel” Hamburgs. Der im 16. Jahrhundert einsetzende Seehandel brachte den Hamburgern ungeahnte Möglichkeiten und erschloss ihnen die Welt exotischer Gewürze und Delikatessen. All diese Einflüsse machten die Hamburger Küche zu dem was sie heute ist, eine abwechslungsreiche Speisekarte aus Tradition und Perfektion, wovon nicht zuletzt zahlreiche Sterne-Restaurants zeugen.

Frisch und Fisch - ein Blick in regionale Töpfe und Pfannen

Der Fisch besitzt seit eh und je eine Spitzenposition auf den Speisekarten. Matjes bereichern den Speiseplan ebenso, wie Grüne Heringe oder Bismarckheringe. Eine regionale Spezialität für Fischesser ist auch die Frankenwerder Scholle. Pannfisch ist ein typisches Gericht aus Fischresten, welches mit Bratkartoffen serviert wird. An Weihnachten und Silvester kommt Karpfen auf den Tisch.

Einen Platz auf den Speisekarten sicher haben auch Eintöpfe, schnelle und sattmachende Gerichte, die sich auch in vergangener Zeit jeder leisten konnte. Den bezeichnenden Namen “Hamburger National” trägt dabei ein aus Schweinebauch, Streckrüben und Kartoffeln zubereiteter Eintopf. Birnen, Bohnen und Speck verkocht der Hamburger ebenso gern zu einem Löffelgericht, wie er Hamburger Aalsuppe zu sich nimmt. Typische Hauptgerichte sind Geflügelgerichte, Kohlrouladen oder Ochsenschwanz, der in Madeira-Wein eingelegt wurde. Als Dessert sollten Sie sich Rote Grütze, Fliederbeersuppe oder einen Großen Hans bestellen. Dieser besteht aus Mehl, Eier, Butter und Rosinen und wird am liebsten mit Kirschkompott serviert.

Alsterwasser, Fischmarkt und Süßer Franz

Prostet man sich in Hamburg mit Alsterwasser zu, dann schöpft man nicht aus dem Fluss, sondern lässt sich einen Mix aus Pils und Zitronenlimonade servieren. Hamburger Naschkatzen werden sich mit Franzbrötchen schnell anfreunden. Das traditionsreiche Gebäck soll Napoleon einst als Alternative zum Croissant eingeführt haben. In der Tat haben die zimtigen Plunder noch heute auf vielen Frühstückstischen ihren festen Platz. Die Bäcker variieren mit süßen und herzhaften Belägen und die Herstellung ist sogar in einem Buch dokumentiert. Frühaufsteher unter Ihnen sollten natürlich den Weg zum Hamburger Fischmarkt nicht scheuen, dort gibt es nicht nur frischen Fisch und leckere Fischbrötchen, sondern mittlerweile eine große Auswahl an Lebensmitteln und auch Trödler kommen auf ihre Kosten.

Labskaus - Hamburger Esskultur auf dem Prüfstand

Ganz oben auf der Liste der Hamburger Eintopfgerichte steht Labskaus. Optisch nicht wirklich ein Hingucker, wird es Sie vielleicht einiges an Überwindung kosten, sich eine Portion zu bestellen. Doch traditioneller können Sie kaum speisen, denn es handelt sich um ein altes Seemannsgericht. Die Bezeichnung ist seit Beginn des 18. Jahrhunderts überliefert und entpuppt sich, der englischen Wortentsprechung nach, als “Gericht für derbe Männer”. Überwinden Sie sich, den Brei aus Pökelfleisch und Kartoffeln, der mit Roten Beeten, Salatgurken und einem Spiegelei dekoriert auf die Teller kommt zu probieren, es lohnt sich.